Ansprüche im Abgasskandal droht Ende 2019 die Verjährung

Verjährung im VW – Abgasskandal: Wieso Sie Ihre Ansprüche jetzt geltend machen sollten

Verjährung im VW – Abgasskandal: Wieso Sie Ihre Ansprüche jetzt geltend machen sollten


Am 31.12.2019 droht den Schadensersatzansprüchen im VW Abgasskandal die Verjährung. Um das zu verhindern, sollten Geschädigte auf schnellstem Wege die Einzelklage einreichen und ihre Ansprüche durchsetzen.

Warum droht die Verjährung im VW – Abgasskandal zum 31.12.2019?


Die meisten vom VW-Dieselgate betroffenen Verbraucher sind 2016 mit einem Rückrufschreiben vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) über die Notwendigkeit eines Software-Updates informiert worden.
Nach Kenntnisnahme des Sachverhalts seitens der Geschädigten ist also der 31.12.2019 Stichtag für die Verjährung im VW – Abgasskandal.

Schadensersatzansprüche verjähren üblicherweise nach drei Jahren (§ 195 BGB). Die Verjährungsfrist beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Geschädigte Kenntnis von seinem Anspruch erlangte. Der 31. Dezember ist also in der Regel Stichtag bei Verjährungen.

Unstimmigkeiten in der Verjährung im VW – Abgasskandal

 

Teilweise wird die Ansicht vertreten, dass die Verjährung im VW – Abgasskandal bereits zum Ende des letzten Jahres, zum 31.12.2018, eingetreten ist.
Begründet wird dies damit, dass die geschädigten Verbraucher bereits nach „Bekanntwerden des VW-Abgasskandals“ im Jahr 2015 Kenntnis hätten haben müssen. Der Autobauer gab nach Veröffentlichung der amerikanischen Ermittlungen am 22.09.2015 eine Ad-Hoc Meldung raus, in der lediglich Informationen zu den „Auffälligkeiten zum Motor“ des Typs „EA189“ stehen. Darüber hinaus bemerkte auch Martin Winterkorn, damaliger Vorstandsvorsitzender des Autokonzerns, es gebe „Unregelmäßigkeiten“ bei einigen Dieselmotoren.

Der Kunde hatte laut VW also bereits nach “Bekanntwerden des Abgasskandals 2015 Kenntnis”. Dass die Vorstandsmitglieder informiert waren, streitet der Autobauer in allen anhängigen Zivilverfahren jedoch weiterhin ab.

Da kaum ein Verbraucher den genauen Motor-Typ kennt, der in seinem Fahrzeug verbaut ist, kann auch kaum ein Verbraucher Kenntnis darüber haben, von welchen Diesel-Fahrzeugen die Ad-Hoc Mitteilung und Martin Winterkorn sprachen. Dieser Meinung schließen sich auch die deutschen Gerichte.

Welche Fahrzeuge sind von der Verjährung im VW – Abgasskandal zum 31.12.2019 betroffen?

 

Zunächst sind alle Fahrzeuge mit einem Motor des Typs „EA189“ betroffen.  Dies gilt für Fahrzeuge des VW-Konzerns, also neben Volkswagen auch Skoda, Seat und Audi. Bei diesen Motoren hat VW wurde die Abgassoftware so manipuliert, dass die Grenzwerte ausschließlich auf dem Prüfstand eingehalten werden – dagegen im realen Fahrbetrieb um bis zu 40 mal überschritten werden.

Für Diesel-Fahrzeuge anderer Hersteller, wie beispielsweise Mercedes, Porsche, Opel und BMW gilt diese Verjährungsfrist nicht. Auch gilt sie nicht für VW-Autos, die einen anderen Motor als den des Typs „EA189” verbaut haben. Da die Manipulationen in einigen dieser Fälle erst in den Jahren danach ans Tageslicht gekommen sind, gelten hier andere Verjährungsfristen.

Jetzt handeln: Chancen der Kläger im VW-Abgasskandal

 

Die Erfolgsaussichten einer Klage im VW Dieselgate sind so gut wie noch nie. Deutschlandweit geben immer mehr Landgerichte und Oberlandesgerichte den Geschädigten im VW – Abgasskandal recht.
Betroffene müssen sich jedoch beeilen. Denn: Nur wer klagt, hat Anspruch auf Schadensersatz. Und dieser endet dieses Jahr. Wir empfehlen, dass Betroffene Autobesitzer schnellstmöglich handeln und Ihre Ansprüche mit Hilfe einer Einzelklage konsequent durchsetzen.

Werden Sie kurzfristig aktiv, denn die Vorbereitung bedarf auch Zeit. Wir empfehlen, bis spätestens Mitte November 2019 zu handeln, um eine Verjährung im VW – Abgasskandal erfolgreich zu hemmen!

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