Neuigkeiten im Abgasskandal: Vorwürfe gegen VW-Spitze fallen gelassen

Das Strafverfahren gegen die VW-Spitze aus Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch und Vorstandschef Herbert Diess wurde eingestellt – nach Zahlungen von insgesamt neun Millionen Euro.

Der Vorwurf: Markmanipulation durch VW-Spitze

Der Vorwurf gegen Pötsch und Diess lautet Marktmanipulation. Die beiden sollen – so die Anklage – Finanzmärkte 2015 vorsätzlich zu spät unterrichtet haben. Informationen über manipulierte Dieselmotoren und einen drohenden Skandal seien bewusst zurückgehalten worden.

Der Einbruch des Aktienkurses wäre bei Vorlage aller Informationen absehbar gewesen – VW-Investoren hätten entsprechend reagieren können. Viele Investoren verlangen inzwischen Schadensersatz, hierzu läuft ein Kapitalmarkt-Musterverfahren in Braunschweig.

VW weist Vorwürfe wegen Marktmanipulation zurück

Pötsch und Diess haben die Vorwürfe wegen Marktmanipulation stets zurückgewiesen. Auch Rechtsberater von VW hatten bereits die Berechtigung dieser Anklage angezweifelt. Die Vorwürfe gegen Pötsch und Diess seien nicht begründet gewesen. Die betraute Kanzlei argumentierte, dass die beiden “keine Pflichten gegenüber der Volkswagen AG verletzt” haben.

Eingestellt wurde das Verfahren aufgrund mangelnder Belege – Pötsch und Diess sind also nicht freigesprochen, das Verfahren wurde lediglich gegen eine Geldzahlung eingestellt.

Auch Martin Winterkorn steht nach wie vor unter Anklage

Auch der ehemalige Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn wurde wegen Marktmanipulation angeklagt. Sein Verfahren läuft aktuell noch – könnte aber auch gegen Auflagen beendet werden.

Zusätzlich zu den Vorwürfen wegen Marktmanipulation wurde Winterkorn auch wegen schweren Betrugs im Zusammenhang mit der Dieselaffäre angeklagt. Diese Klage ist jedoch noch nicht zugelassen. Die Vorwürfe wurden durch Winterkorns Anwalt Felix Dörr zurückgewiesen. Winterkorn habe “keine frühzeitige Kenntnis von dem gezielten Einsatz einer verbotenen Motorsteuerungssoftware in US-Diesel-Pkw” gehabt.

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