Dieselskandal: Stimmungsmache von VW, Daimler & Co.

Autohersteller im Dieselskandal: Stimmungsmache von VW, Daimler und Co. für eine weiße Weste

Stimmungsmache der Autoindustrie: Nachrichten zum Dieselskandal lösen bei den meisten Menschen nur noch ein müdes Gähnen aus. Bei vielen Verbrauchern herrscht das Gefühl vor, dass zu diesem Thema bereits alles gesagt wurde. Aus Sicht von Verbraucherschützern ist dies aber vor allem aufwendigen Medienkampagnen der Hersteller geschuldet, die ein Ende des Dieselskandals oder mangelnde Erfolgsaussichten suggerieren.

Dieselskandal: Stimmungsmache der Hersteller als Image-Politur

»Im Moment sehen wir große Bemühungen der Hersteller, geschädigte Dieselfahrer in puncto Dieselskandal einzulullen«, sagt Verbraucheranwalt Helmut Dreschhoff von der BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing. »Die Konzerne lassen sich die Stimmungsmache viel Geld kosten. Sie wollen den Eindruck entstehen lassen, dass für Verbraucher im Dieselskandal nichts zurückzuholen ist. Aber nach wie vor haben Dieselfahrer gute Chancen, ihre Rechtsansprüche geltend zu machen. Denn von einem Ende oder einer vollumfänglichen Aufarbeitung des Dieselskandals sind wir noch meilenweit entfernt.«

Der Dieselskandal hat bereits Milliarden verschlungen

Der seit nunmehr über sechs Jahre andauernde Dieselskandal hat bereits Milliarden verschlungen. Beispiel VW: 2015 musste der Wolfsburger Autohersteller auf Druck von ermittelnden US-Behörden zugeben, Abgaswerte von Dieselautos in großem Stil manipuliert zu haben. Seitdem hat VW mehr als 32 Milliarden Euro an Strafen und Schadensersatz gezahlt. Der Betrug betraf anfangs vornehmlich die Fahrzeuge mit dem VW-Motor EA189. Aber auch bei anderen Motoren aus dem Hause VW wie der EA288 und der EA897 wurde mittlerweile Manipulation festgestellt. VW-Interne Dokumente sowie unabhängige Gutachten belegen Unstimmigkeiten bei den Abgassystemen und höheren Schadstoffausstoß als bei Zulassungstests angegeben.

Stimmungsmache: Trotz zahlreicher Dieselskandal-Urteile stellt VW sich als sauberer Konzern dar

Dennoch weigert sich VW bis heute zuzugeben, dass auch im EA288 und im EA897 Schummelsoftware zum Einsatz kommt. »Mittlerweile hat es schon zahlreiche Urteile gegen VW zu diesen Motoren gegeben«, so Dreschhoff. »Beim EA897 war es im Oktober 2021 das OLG München (Az.: 24 U 1307/21), beim EA288 vor wenigen Monaten das OLG Köln (Az. 19 U 151/20) und das OLG Naumburg (Az.: 8 U 68/20). Dennoch versucht VW durch Stimmungsmache weiterhin alles, um in der Öffentlichkeit als geläuterter und sauberer Konzern dazustehen. Darüber hinaus nimmt man viel Geld in die Hand, um Kunden von weiteren Klagen abzuhalten. Beispielsweise in Suchmaschinen wie Google erscheinen unter dem Stichwort ›EA288‹ an erster Stelle bezahlte Anzeigen des Unternehmens. Darin wird VW-Kunden die Sinnlosigkeit von Klagen vorgegaukelt. Angeblich gehe ein hoher Prozentsatz verloren – aber wir sehen eine Zunahme an verbraucherfreundlichen EA288-Urteilen.«

Mit Privatklägern auf geheime Vergleiche geeinigt

Die angeblich hohe Prozentzahl an verlorenen Verfahren wird laut Rechtsanwalt Dreschhoff nochmals verwässert, da Tausende Fälle hinzukommen, in denen VW sich mit Privatklägern auf geheime Vergleiche einigte. »Wir gehen davon aus, dass VW diese Fälle im weiteren Verlauf verloren hätte«, sagt Dreschhoff. »Diese Vergleiche tauchen in keiner Statistik auf, sodass VW den Eindruck verstärken kann, viele Dieselprozesse zu gewinnen.«

Auch Daimler fällt durch Stimmungsmache im Dieselskandal negativ auf

Mittlerweile ist klar, dass noch weitere Hersteller Abgaswerte manipulierten. Beispielsweise geriet die Daimler AG erst vor Kurzem wieder in den Fokus der Medien, als ein unabhängiger IT-Spezialist acht Abschalteinrichtungen in Mercedes-Benz-Dieselmotoren fand. Aber auch der schwäbische Autobauer investiert einiges, um die Öffentlichkeit von seiner Unschuld zu überzeugen. »Hier sieht man eine ähnliche Strategie wie bei Volkswagen, ebenfalls über teure PR-Kampagnen«, erklärt der Rechtsanwalt. »Daimler wie auch VW werden zudem auch nicht müde, den Verbraucheranwälten, die auf der Seite der geschädigten Kunden kämpfen, an den Karren zu fahren. Anwaltskanzleien nutzen mittlerweile verstärkt die Vorteile des Internets, um auf einfachem Weg über Rechtsthemen und Verbraucherrechte aufzuklären. Von den Konzernen wird dies als bloße Mandantenjagd und Geldmacherei dargestellt. Das halten wir schon für sehr zynisch, denn schließlich haben die Kunden niemand anderes an ihrer Seite, die gegen den Betrug der Konzerne vorgehen können, außer uns Verbraucheranwälte.«

Verbraucher sollten sich von PR-Kampagnen nicht verunsichern lassen

Rechtsanwalt Dreschhoff rät weiterhin allen Dieselbesitzern zur Prüfung, ob sie gegenüber den Hersteller Schadensersatzansprüche geltend machen können. »Wir sehen anhand der zunehmenden verbraucherfreundlichen Gerichtsurteile, dass die Richter mittlerweile vermehrt der Argumentation der Verbraucheranwälte folgen«, so Dreschhoff. »Erst vor wenigen Tagen hat der BGH im Fall Audi ein verbraucherfreundliches Urteil gesprochen. Die Chancen stehen also nach wie vor gut, Dieselfahrer sollten sich also nicht von den PR-Maßnahmen der Unternehmen verunsichern lassen. Wir von der BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing prüfen Ihren Fall kostenlos und besprechen mit Ihnen Ihre Möglichkeiten im Dieselskandal. Wichtig ist, dass Sie nicht weiter Zeit verstreichen lassen. Wer 2018 einen Fahrzeugrückruf erhalten hat, sollte noch in diesem Jahr seinen Anspruch auf Schadenersatz geltend machen. Denn aufgrund der dreijährigen Frist droht zum 31.12.2021 die Verjährung.«

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