Daimler Rückruf 2020 – so beginnt das Jahr für Mercedes-Fahrer

Der Abgasskandal greift auch 2020 um sich – im Januar gab das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg weitere Rückrufe für Diesel-Fahrzeuge der Daimler AG bekannt. Zwölf unterschiedliche Modell sollen zur „Entfernung unzulässiger Abschalteinrichtungen bzw. der unzulässigen Reduzierung der Wirksamkeit des Emissionskontrollsystems“ in die Werkstatt. Auch hier geht es um unerlaubte Abschalteinrichtungen zur Abgasmanipulation.

Rund 150.000 Mercedes-Fahrzeuge vom Daimler Rückruf 2020 betroffen

Der Grund für diesen Daimler Rückruf ist bekannt: eine illegale Abschalteinrichtung zur Regulierung der Abgasreinigung. Solange sich das Fahrzeug im Prüfstand befindet, stößt das Fahrzeug Stickoxide unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte aus. Im normalen Straßenverkehr schaltet sich die Abgasreinigung temperaturbedingt ab. Das Resultat: Der Stickoxidgehalt der Abgase übersteigt die zugelassenen Grenzwerte um ein Vielfaches.

Welche Modelle sind vom Daimler Rückruf 2020 betroffen?

Die im Januar durch das KBA veröffentlichten Rückrufe beziehen sich auf den Dieselmotor OM651, verbaut in Mercedes-Modellen aus den Baujahren 2012 bis 2016. Insgesamt beziehen sich die veröffentlichten Rückrufe auf rund 150.000 Dieselfahrzeuge der Daimler AG. Etwa 50.000 von diesen Autos sind auf deutschen Straßen unterwegs.

Die im Januar veröffentlichten Rückrufe beziehen sich auf Modelle von sieben verschiedenen Baureihen:

  • C-Klasse, Baujahr 2013 – 2016
  • CLS-Klasse, Baujahr 2014 – 2018
  • E-Klasse, Baujahr 2012 – 2016
  • GLE-Klasse, Baujahr 2015 –2018
  • M-Klasse, Baujahr 2012 – 2016
  • S-Klasse, Baujahr 2013 – 2017
  • SLK-Klasse, Baujahr 2015 – 2017

Diese Baureihen wurden bereits durch einen Rückruf abgedeckt, doch werden diese erst jetzt durch das KBA kommuniziert und veröffentlicht.

Mittelklasse-SUV: Nicht alle Fahrzeuge der M-Klasse manipuliert

Auch der Mittelklasse-SUV fällt unter den Daimler Rückruf 2020. Weltweit sollen 64.454 M-Klasse-Wagen vom aktuellen Rückruf betroffen sein, davon 23.194 Fahrzeuge in Deutschland. Laut Kraftfahrt-Bundesamt sind die aufgeführten Mängel nicht bei allen Ausführungen vorhanden – abhängig von Motorisierung oder Karosserieform. Es sind also nicht alle Fahrzeuge der M-Klasse manipuliert. Betroffene Fahrzeughalter werden benachrichtigt.

Mercedes steckt bereits seit 2018 im Abgasskandal

Nachdem es für VW die ersten Rückrufe 2015 gab, musste die Daimler AG zum ersten Mal im Juni 2018 Fahrzeuge zurückrufen. Das KBA ordnete diese Rückrufe an: Europaweit waren 700.000 Diesel-Fahrzeuge von Daimler betroffen – davon waren etwa 280.000 Autos in Deutschland gemeldet. Nur zwölf Monate später rief das KBA 60.000 Euro-5-Fahrzeuge zurück, im Oktober 2019 einen Rückruf von rund 260.000 Transportern des Modells Sprinter. Mit den im Januar 2020 veröffentlichten Rückrufen gelten weltweit etwa 1,2 Millionen Mercedes-Fahrzeuge als manipuliert.

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