Coronavirus – was bedeutet die Krise für die Rechtssprechung?

Seit Wochen beschäftigt uns nur noch ein Thema: die Ausbreitung des Coronavirus und die Folgen für die Gesundheit und die Wirtschaft auf der ganzen Welt.
Welche Folgen sind bereits jetzt auf die deutsche Automobilindustrie erkennbar und wie wirkt sich das Coronavirus auf die Justiz aus?

Alles steht still. Überall versucht man eine Lösung für die schnelle Ausbreitung des Coronavirus zu finden. In vielen Ländern Europas wurde bereits eine Ausgangssperre verhängt, auch in Deutschland gelten Ausgangsbeschränkungen und umfangreiche Kontaktverbote: Fast überall sind aktuell Ansammlungen von mehr als zwei Personen verboten. Das öffentliche Leben ist vorübergehend stillgelegt und die Schließung von Gastronomie- und Dienstleistungsbetrieben stellt hierbei nur den Beginn der Bekämpfung dar. Verstößt man gegen die Auflagen, drohen hohe Geldstrafen.

Wie wirkt sich das Coronavirus auf den Abgasskandal aus?

Jeder von uns trägt eine Verantwortung gegenüber der Bevölkerung, die Infektionskette des Coronavirus zu stoppen. So machen die Auswirkungen auch keinen Halt vor deutschen Gerichten. Um weitere Infektionen zu vermeiden, müssen die Gerichte Angestellte nach Hause schicken. Dies führt dazu, dass Gerichtstermine nicht stattfinden können und einige Urteile zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden müssen. Dies gilt derzeitig vor Allem für die Regionen innerhalb Deutschlands, in denen es eine besonders hohe Anzahl an bestätigten Corona-Infizierten gibt. Vorübergehend sollen lediglich besonders „dringende“ Verhandlungen stattfinden. Weitere Verhandlungen müssen auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Die Richter entscheiden hierbei selbst darüber,welcher Fall als besonders „dringend“ einzustufen ist.

Bezüglich des Diesel Abgasskandals wurde bereits eine wichtige Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes in Luxemburg verschoben. Ursprünglich sollte das Gericht am 19.03.2020 über die Zulässigkeit von Abschaltvorrichtungen in Kraftfahrzeugen mit eigebautem Dieselmotor des Typs EA 189 entscheiden. Aufgrund des Coronavirus wurde diese Entscheidung jedoch zunächst auf den 28.04.2020 verschoben.

Wie kann ich mich darüber informieren, ob Verfahren stattfinden?

Sie können sich auf den entsprechenden Internetseiten der zuständigen Gerichte oder telefonisch darüber informieren, ob auch Sie von möglichen Einschränkungen betroffen sind. Die Gerichte veröffentlichen, ob Verhandlungen auch tatsächlich stattfinden oder nicht. Das Ziel ist es, derzeitig den Kontakt zwischen der Öffentlichkeit und der Justiz so gering wie möglich zu halten . Wenn Sie Mandant oder Geschäftspartner der Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing sind, informieren wir Sie individuell bezüglich möglicher Terminsverlegungen.

Welche Auswirkungen hat das Coronavirus auf die Automobilindustrie?

Derzeitig haben sowohl Daimler als auch Volkswagen die Produktion vorübergehend eingestellt. Auch der Automobilhersteller Audi hat für die nächsten Wochen Kurzarbeit angekündigt. Diese Maßnahmen sollen vor Allem dem Schutze der Betriebsangehörigen dienen und die Ausbreitung des Coronavirus bremsen. Zudem sinkt die Nachfrage bezüglich Kraftfahrzeugen deutlich, außerdem dürfen Händler aktuell Ihre Geschäfte nicht öffnen. Auf der Suche nach einer Lösung versucht die Automobilindustrie nun einen digitalen Weg für den Verkauf von Kraftfahrzeugen zu finden.
Es kann derzeitig noch nicht eingeschätzt werden, wie sich das Coronavirus langfristig wirtschaftlich auf die Automobilindustrie auswirkt.

Wir machen ihr Recht geltend!

Betrifft Sie der Diesel-Abgasskandal? Sind auch Sie von der Manipulation betroffen und möchten ihr Recht geltend machen? Wir von der Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing stehen Ihnen auch in Zeiten der Coronakrise bei rechtlichen Fragen zur Seite. Sie können ganz einfach online unter www.diesel-gate. de ihre Ansprüche kostenlos prüfen.